Eine AWO von der AWO
Ein Motorrad mit Geschichte wird ins Museum gerollt: die AWO 425/S, die Sport-AWO. Vielen ist dieses legendäre Zweirad bekannt, nur wenige wissen allerdings, dass der Name "AWO" einen russischen Hintergrund hat, nämlich für "Awtowelo"; steht. Ende der 40er Jahre wurde die "Suhler Fahrradfabrik der Sowjetisch Staatlichen A.G. Awtowelo" gegründet, die 1950 die erste AWO auf der Leipziger Messe vorstellen konnte.
Von der später entwickelten AWO 425/S wurden ca. 84.000 Stück gebaut. Eine davon konnte in Kuhlsdorf bei Hagenow geborgen werden. Restauriert wurde sie von sechs Jugendlichen. Sie demontierten die Maschine, organisierten notwendige Ersatzteile, lackierten, polierten und bauten wieder zusammen - unter Anleitung erfahrener "Schrauber" versteht sich.
Im Rahmen der Umsetzung des mit dem SGB II geschaffenen Grundsatzes "Fördern durch Fordern" sind Arbeitslosengeld II Empfänger in unterschiedlichen Projekten beim Träger Arbeiterwohlfahrt tätig. Die sechs Jugendlichen gehören dazu. Das Projekt wurde von der ARGE der Landeshauptstadt Schwerin gefördert und mit der Restaurierung dieser AWO zu einem guten Abschluss gebracht.
Am 24. Januar übergibt die AWO um 10 Uhr dem Technischen Landesmuseum e.V. ein tolles Sammlerstück, das eine bisherige Lücke in der Zweiradsammlung des Museums endlich schließen wird.


